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Geschichte:

Kurt Eisner

Datum: Di 23.10.18, 19.00 Uhr
Ort:Paulaner-Gemeindehaus, Paulanerplatz 13, Amberg

Vortrag

Realistischer Träumer und Revolutionär

Der "Freistaat" Bayern feiert seinen 100. Geburtstag und erinnert an seinen ErstenMinisterpräsidenten Kurt Eisner. Der Anfang der demokratischen Selbstbestimmung Bayerns verlief chaotisch. Intoleranz, Misstrauen, Hetze und ideologischer Starrsinn ließen das junge Pflänzchen "Demokratie" rasch verkümmern.
Der Vater des "Freistaates Bayern" ist bis heute ein schwer in unsere gewohnte Vorstellungswelt einzuordnender und zu begreifender Politiker. Er war ein Philosoph und Journalist, ein Pazifist, Sozialist und Demokrat, ein Revolutionär, Idealist und Staatsmann.
Im Herbst 1918 war er in Bayern der einzige realistische Politiker, der erkannte, was das bayerische Volk brauchte und wollte: Frieden und Brot. Und er wusste, was er tun konnte und musste.
Bayern hat ihm viel zu verdanken, aber seine Zeitgenossen konnten und wollten ihn nicht begreifen. Er wurde geachtet und verehrt, verleumdet und gehasst, und bis heute fällt es noch immer vielen schwer, sein Wollen und seine Leistung angemessen zu würdigen.
Der Referent beschreibt den Ablauf der bayerischen "Revolution" bis zur Ermordung des Ministerpräsidenten und zeigt auf, warum Bayern zunächst kein "Freistaat" wurde, sondern eine völkisch-konservative "Ordnungszelle", in der die Nationalsozialisten sich ungehindert entwickeln konnten.

Referent: Kirch Karl
Beitrag: 3 € / Historischer Verein und Hörerausinhaber frei
Veranstalter: Historischer Verein / EBW / KEB


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